Umsatzsteuer
Die Umsatzsteuer kann im Fördermittelkontext relevant sein, weil sie beeinflusst, ob förderfähige Kosten auf Netto- oder Bruttobasis betrachtet werden. Maßgeblich ist dabei oft, ob ein Unternehmen zum Vorsteuerabzug berechtigt ist.
Warum ist die Umsatzsteuer wichtig?
Förderprogramme unterscheiden häufig danach, ob die Umsatzsteuer für den Antragsteller tatsächlich eine wirtschaftliche Belastung darstellt. Daraus ergibt sich, ob sie bei der Bemessung förderfähiger Kosten berücksichtigt werden kann oder nicht.
Worauf es typischerweise ankommt
- ob ein Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt ist
- ob das Förderprogramm Netto- oder Bruttobeträge zugrunde legt
- welche Vorgaben in Richtlinie, Merkblatt oder Bewilligung genannt sind
Abgrenzung zu Nettokosten
Nettokosten beschreiben Kosten ohne Umsatzsteuer. Ob im Förderverfahren auf Nettokosten oder Bruttokosten abgestellt wird, hängt regelmäßig von der Vorsteuerabzugsberechtigung und den konkreten Programmbedingungen ab.
Praxisbezug
Vor einer Antragstellung sollte geklärt werden, ob das Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt ist und welche Kostenbasis das Programm verwendet. Davon hängt oft die tatsächliche Höhe der möglichen Förderung ab.
